Am 11. Januar 1861 wurde Alabama als Südstaat anerkannt. Er war der vierte Bundesstaat in der Geschichte der Südstaaten. Seitdem die Amerikaner 1803 das Gebiet den Franzosen abgekauft hatten, gehörte Alabama zum Territorium Mississippi, von dem es jedoch losgelöst wurde, ehe es 1819 ein eigener Staat werden konnte. Der Staat liegt ausserhalb des Mississippi-Beckens und hat seinen eigenen Hauptfluss, den Alabama, entstanden aus dem Coosa und dem Tallapoosa. Nachdem er den Tombigbee als Nebenfluss aufgenommen hat, gabelt er sich in den Mobile und den Tensaw, die in den Golf von Mexiko münden. Sie machten Mobile zur wichtigsten Hafenstadt. Symbolvogel Alabamas ist die Goldammer, weswegen es sich auch Goldammerstaat oder früher besonders gern "Heart of Dixie" nannte.
Alabama besteht aus den Städten:
Bayou la Batre
Zur Einsegnung der Krabbenflotte Mitte Juni kommen tausende Schaulustige. Den besten Blick auf die geschmückten Fischerboote hat man vom Ufer oder von einem Schiff aus.
Birmingham
Die 17 Meter hohe, einsame Statue von Vulkan, dem römischen Gott der Schmiede, ist von weither zu sehen. Nach dem Bürgerkrieg entwickelte sich die Stadt zur Eisen- und Stahlmetropole.
Cullman
Bruder Josef Zötti, Mönch der Benediktinerabtei von St. Bernhard, werkelte beinahe 50 Jahre, bis er seine Ave Maria Grotto fertig gestellt hatte. Die Mönche waren dem deutschen Immigranten Johann Cullmann gefolgt, dessen 1873 begründetes Projekt einer "Deutschen Kolonie von Nord Alabama" bald 20'000 Landsleute anzog. Die Geschichte der Kolonie und des Ortes wird im Cullmann Country Museum lebendig.
Decatur
Die Hafenstadt liegt am Südufer des zum Wheeler Lake aufgestauten Tennessee River. Sie profitiert von ihrer Lage an der bedeutendsten Wasserstrasse, auf der Waren bis ins ferne Minneapolis verschifft werden können.
De Soto State Park
Der Konquistador Hernando de Soto soll während des monatelangen Zugs einer spanischen Expeditionsarmee durch die heutigen Südstaaten auf der vergeblichen Suche nach Gold auch den Norden von Alabama passiert haben.
Florence
Anfang August strömen die Fans zum W.C. Handy Music Festival in die Stadt, in der der "Vater des Blues" 1873 geboren wurde. Sein Geburtshaus ist als Museum umgebaut, mit Piano und Trompete.
Gulf Shores
Das von 1819 bis 1834 wie ein fünfzackiger Stern erbaute Fort Morgan an der Westspitze der Insel bewachte einst wie das gegenüber auf Dauphin Island gelegene Fort Gaines die Einfahrt in die Mobile Bay.
Horseshoe Bend National Military Park
Am 17. März 1814 gelang den amerikanischen Truppen und ihren indianischen Hilfskontingenten unter ihrem Befehlshaber - dem späteren US-Präsidenten - Andrew Jackson (1767 - 1845) der entscheidende und blutigste Sieg in den Auseinandersetzungen mit den Upper-Indianern.
Huntsville
Die geschäftige Metropole von Nord-Alabama war vor dem Bürgerkrieg ein wichtiger Umschlagplatz für Baumwolle, die auf den fruchtbaren Feldern der Region angebaut wurde.
Mobile
Die moderne Seehafen- und Industriestadt mit bewegter kolonialer Vergangenheit wurde bereits im Jahr 1702 von Franzosen auf dem Areal einer Siedlung der Maubilia-Indianer gegündet und wechselte fortan häufig ihren Besitzer.
Montgomery
Ein bronzener Stern auf dem Boden vor dem State Capitol von Alabama markiert die Stelle, wo Jefferson Davis am 18. Februar 1861 seinen Amtseid als erster (und einziger) Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika ablegte. Etwa hundert Jahre später rückte die Stadt wieder ins Licht der Weltöffentlichkeit, als der junge Methodistenpfarrer Martin Luther King (1929 - 1968) erfolgreich die ersten grossen Aktionen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung organisierte.
Moundville
Indianer der Mississippi-Kultur bebauten die fruchtbaren Schwemmländer entlang des Black Warrior River mit Mais, Bohnen, Kürbissen und anderen Feldfrüchten.
Russel Cave National Monument
Knochenfunde sowie Reste von Werkzeugen und Waffen lassen darauf schliessen, dass die 70 Meter tiefen Schutzhöhlen der Russel Cave über 8'000 Jahre lang bis zu den ersten Erkundungszügen der Spanier von indianischen Ureinwohnern unterschiedlicher Kulturstufen besiedelt waren.
Selma
Am 7. März 1965 verfolgten Fernseh-
zuschauer in den USA, wie ein Demonstrations-
zug von Bürgerrechtlern an der Edmund-Pettus-Brücke von bewaffneten Polizeikräften von der Strasse geprügelt wurde. Der legendäre Marsch von Selma gilt inzwischen als Meilenstein im Kampf um die Gleichberechti-
gung der Afroamerikaner.
Tuscaloosa
Etwa 20 Jahre, bis 1846, diente Tuscaloosa als Hauptstadt von Alabama. Dann wechselte die Regierung ins prosperierende Montgomery.
Tuskegee
Der Name der Stadt im fruchbaren Schwarzerdegebiet von Mittelalabama ist verbunden mit dem Tuskegee Institute, der bedeutendsten Hochschule für befreite Sklaven, die Booker T. Washington 1881 auf dem Gelände des heutigen College gründete.
Die erste schwarze Universität
Booker T. Washington (1856 - 1915) noch als Sklave auf einer Tabakfarm in Virginia geboren und auf der Inventarliste mit einem Wert von 400 Dollar aufgeführt, gründete 1881 in Tuskegee, Alabama, eine Schule für schwarze Kinder. Die Lernziele Allgemeinwissen, berufliche Fertigkeiten und charakterliche Festigung wurden nur von schwarzen Lehrern vermittelt. Die grossen Erfolge der Schule wenige Jahre nach Beendigung der Sklavenwirtschaft in den Südstaaten erregten bundesweites Aufsehen und hatten die Förderung selbst durch Grossindustrielle wie Rockefeller und Carnegie zur Folge. Seit 1927 führt das Institut den Status College. Die Gebäude aus den Gründungsjahren, zum Teil von den Schülern selbst errichtet, können besichtigt werden. Das George Washington Carver Museum auf dem Universitätsgelände ist dem langjährigen Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung des Tuskegee Institut und seinen Arbeiten zur Unterstützung der schwarzen Farmer gewidmet.